Ankunft in Neuseeland: Linksverkehr und Camperleben

Lookout am Highway 16 bei Tauhoa

Ich bin angekommen. Der Motor meines Campers röhrt während ich im Linksverkehr über die Nordinsel von Neuseeland fahre. Mit 4,70 Meter Länge muss ich mich an die Größe meines Fahrzeuges noch gewöhnen, das in den nächsten 45 Tagen mein Zuhause ist. Aber wird schon.

Den Alltag aus Deutschland habe ich direkt hinter mir gelassen. Hier spreche ich englisch, fahre auf der Straße links und lebe in einem Camper. Zum ersten Mal setze ich mich mit Gaskocher, Abwassertank leeren und Stromanschluss auseinander. Aber ich bin nicht alleine. Auf den Campingplätzen habe ich bereits so viel Hilfe und Tipps bekommen. Nicht nur was das Camperleben angeht, sondern auch die Straßenbeschaffenheit, wo ich überall stehen kann oder meinen Müll loswerde. Die Menschen hier, Neuseeländer und Urlauber, sind super freundlich. Man fühlt dich direkt willkommen.

Erstes Frühstück als Camperin

Red Beach

Die Auswirkungen des Starkregens Ende Januar sind hier noch zu sehen. Auf der Halbinsel Coromandel ist eine Straße komplett abgerutscht. Auf den Routen, auf denen ich bisher unterwegs war (Highway 1 und 16) waren Hänge abgerutscht. Die Straßen nördlich von Auckland sind aber wieder gut zu befahren. Teilweise gibt es noch Tempolimits oder nur eine befahrbare Spur. Der Highway 1 war auf einem Abschnitt vor Waipu nur gen Norden geöffnet. Die New Zealand Transport Agency hat allerdings eine super Internetseite, auf der jeder seine Reise planen kann und die aktuell mögliche Route angezeigt bekommt. Wer also etwas Zeit mitbringt, kommt hier auch voran.

Ruakaka Beach
Jetzt bin ich auf dem Weg zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Die erste Nacht habe ich am Red Beach im Holiday Park Top Ten verbracht. Eine Autostunde von Auckland entfernt. Die perfekte Distanz, um eine erste Fahrt im Linksverkehr zu machen. Außerdem kann man auf dem Weg in Silverdale gut einkaufen.

Vom Red Beach ging es nach Ruakaka Beach, wo man am Strand eine Nacht kostenfrei stehen kann. Aufwachen und direkt im Meer baden gehen. Unbezahlbar. Crazy: Hier stehen die Angler und bringen ihre Schnur mit einer Drohne aufs mehr. Ein an der Rute angebrachter Motor holt sie bei Fang wieder ein.

Dann bin ich nach Waitangi gefahren. Da war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte anlässlich des Waitangi Days beim Durchfahren des Ortes etwas von den Feierlichkeiten beobachten. Doch vom Ziel bracht es mich nicht ab: Der Waitangi Mountain Bike Park, wo ich auf verschiedensten Trails durch den Wald auf- und abfuhr - auch ziemlich knapp am Abhang entlang. Ist aber alles gut gegangen. 

Waitangi Mountain Trail Park
Auf dem Weg zum Campingplatz in der Nähe von Paihia stoppte ich noch bei den Haruru Falls. Jetzt bin ich an der Bay of Islands. Die Blicke, die ich bisher auf die Bucht hatte, waren grandios. Überhaupt ist das Fahren über die Insel durchgehend geprägt von schönen Ausblicken.

Haruru Falls


 

Kommentare

  1. Liebe Anja, es ist so toll, daß wir all deine Erlebnisse mit verfolgen können. Stark, so mutig zu sein, dieses Abenteuer anzugehen. Weiterhin eine gute Reise. L.G. von Norbert und Beate

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  2. Ist das spannend Sie begleiten zu dürfen, tolle Erlebnisse und tolle Bilder und es geht ja gerade erst los 😃, Jochen Arenz

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  3. Du kriegst die Tür nicht zu: Köder mit der Drohne aufs Meer fliegen! Genieße das „saftige Leben“! Toi, toi, toi!

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