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Cape Reinga mit Leuchtturm und der Stelle, wo zwei Meere aufeinandertreffen
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Whoa ist das schön hier. Mein Blick schweift über grün bewachsene Hügel, bleibt am kleinen weißen Leuchtturm hängen, bevor er die Klippen hinabgeht. Die Wellen des Pazifiks schlagen an die Küste und die Sanddünen sind in der Ferne auszumachen. Meine Reise hat mich zum Cape Reinga geführt, den nördlichsten Punkt von Neuseeland und für mich schon jetzt einer der schönsten Orte der Welt.
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Cape Reinga
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Blick vom Cape Reinga
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Die Maori glauben, dass der Geist eines Menschs nach seinem Tod hierhin kommt, um von hier aufzubrechen. Ein schöner Glaube. Als wenn das nicht schon besonders genug ist, treffen neben dem Leuchtturm zwei Meere aufeinander, die Tasmannsee und der Pazifische Ozean. Man kann beobachten, wie die Wellen aufeinander treffen und brechen. Einfach toll.
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Blick von Cape Reinga auf Sanddünen
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Cape Reinga, links die zwei Meere, die aufeinandertreffen
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Am Cape Reinga bleibe ich länger. Der Anblick ist einfach zu schön. Und die Anfahrt muss sich ja auch gelohnt haben. Denn bis zum nördlichsten Punkt muss man schon ganz schön weit fahren.
Von Paihia habe ich daher noch einen Zwischenstopp an der Maitai Bay eingelegt, um nicht den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Nicht ohne mir vorher die Rainbow Falls bei Kerikeri angeschaut zu haben. Die Fahrt bis zur Maitai Bay fand überwiegend bei Regen statt. Entsprechend waren die Aussichten von der Straße auf die Strände oder Berge. Der Campingplatz hat den Regen aber direkt vergessen lassen. Der lag etwas erhöht in Strandnähe und ist so abgelegen, dass ich den Strand fast für mich allein hatte.
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Rainbow Falls bei Kerikeri
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Maitai Bay im Licht des Sonnenuntergangs
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Dann ging es am nächsten Tag zum Cape Reinga. Danach steuerte ich die Sanddünen an, um hier zu surfen. Ja richtig. Das Bord konnte ich mir ausleihen, dann die steilen Dünen hinaufgeklettert und mit dem Bauch auf dem Bord ging es wieder runter. Etwas Mut brauchte ich schon für den ersten Schubs, denn es ging steil bergab. Mein Anblick war dabei vielleicht etwas seltsam: Da ich meine Sonnenbrille verloren habe, musste ich mich mit der Taucherbrille gegen den Sand schützen.
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Sanddünen zum Surfen. Es ist steiler als es aussieht :)
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Den Abend verbrachte ich dann wieder auf einem abgelegenen Campingplatz an der Spirits Bay. Auch hier waren nur wenige Camper und der Strand in unmittelbarer Nähe.
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Campingplatz an der Spirits Bay
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Mittlerweile bin ich auf den Rückweg Richtung Auckland. Habe heute einen Stopp am Ninety Miles Beach eingelegt, der wegen der Flut wahrscheinlich nicht so beeindruckend war, wie er sonst ist, und insgesamt knapp 300 Kilometer bis Whangarei zurückgelegt. Aufgrund der Berge, Kurven und Tempolimits kommt man hier nicht so schnell vorwärts wie in Deutschland. Doch hier ist vor allem der Weg auch das Ziel.
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Whangarei Falls
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Whangarei ist auf jeden Fall eines, das sich lohnt. Der Wasserfall ist sehr schön, es gibt einen Hafen und eine Innenstadt mit Fußgängerzone. Morgen geht es weiter Richtung Auckland und in den Süden der Insel. Damit verlasse ich dann Northland.
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Maitai Bay
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Dünensurfen ist geil, habe ich auch schon mal gemacht. LG Kerstin
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