Waitomo: Unter der Erde und in der Luft

1354 Kilometer habe ich in meiner ersten Woche auf der Nordinsel in Neuseeland zurückgelegt. Standort derzeit: Waitomo Caves, südöstlich von Auckland.  

Blick vom Waitomo Lookout

Hier war ich unter der Erde in den Waitomo Caves und habe mir Glühwürmchen angeschaut. Ich bin beim Ruakuri Buschwalk in eine Höhle geklettert und habe mich durch Stalagnate gezwängt und ich bin beim Ziplinen über kleine Hügel und Bäume geglitten.

Unter den Hügeln von Waitomo gibt es ein Labyrinth an Höhlen und Gängen aus Kalkstein, die durch Wasser ausgespült wurden. Stalagmiten und Stalaktiten wachsen hier seit Jahrhunderten. Die Waitomo Caves lassen sich nur durch eine Führung besichtigen. Erst geht es zu Fuß in die Höhle, dann mit dem Boot zu den Glühwürmchen, die an der Decke hängen. 

In den Waitomo Caves war das Fotografieren verboten, nur kurz vorm Ende nicht.

Den Ruakuri Bushwalk kann man auf eigene Faust unternehmen. Er führt durch den Wald, am Fluss entlang und man kann die Naturhöhlen selbst besichtigen. In eine Höhle, die nicht auf der Karte eingezeichnet ist, bin ich geklettert. Zwei Mädels kamen gerade aus dem engen Spalt in einiger Höhe hervor und erzählten mir, dass man dort hineinklettern könne, um dann weniger Meter entfernt aus einem Loch herauszugucken. 

Da ging es für mich durch. (Sieht real dramatischer aus :))

Wenn ich die zwei nicht getroffen hätte, wäre ich nicht drauf gekommen, durch die Höhle zu klettern. Dort war es sehr dunkel und nass und ziemlich eng. Mit dem Handy und der aktivierten Taschenlampe in der Hand war das klettern gar nicht so einfach. Nicht dass das Telefon noch in den Spalt unter mir fällt...

Der Rundweg führte durch mehrere Naturhöhlen

In einer gab es eine Aussichtsplattform mit Blick in die Höhle und auf den Fluss

Doch ich war nicht nur unter der Erde. Neben den Waitomo Caves gibt es einen Ziplinepark mit einen Kilometer Zipline in zehn Abschnitte aufgeteilt. Auf der Zwei-Stunden-Tour fliegt man nicht nur schnell von Hügel zu Hügel oder Baum zu Baum, sondern hat dabei auch eine tolle Aussicht.

Im Zipline-Park mit toller Aussicht
Bevor ich Richtung Waitomo gefahren war, hatte ich noch einen Stopp am Kiwi House in Otorohanga eingelegt. Dort gibt es vier der nachtaktiven Vögel, die man am Tag beobachten kann. Sie leben in "Nachtboxen", einem Gehege in dem die Nacht simuliert wird, sodass die vorm Aussterben bedrohten Tiere für uns am Tag aktiv sind. Wenn wir schlafen, wird im Kiwi-Gehege der Tag simuliert und die Vögel gehen auch schlafen.

In Waitomo bin ich erstmals zwei Nächte an einem Ort geblieben. Doch morgen geht es weiter in Richtung Inselmittel zu den Vulkanlandschaften und Geysiren zwischen Rotorua und Taupo. Immer im Blick den neuseeländischen Wetterdienst MetService, der ein Extremwetter-Event vorhersagt mit viel Regen und Wind. Grund: Der Zyklon Gabrielle wird auf die Nordinsel treffen. Bleibt zu hoffen, dass ich nicht zwei Tage im Camper ausharren muss. Denn bis einschließlich Dienstag soll das Extremwetter anhalten.

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