Wellington: Letzter Stopp auf der Nordinsel
19 Tage auf der Nordinsel Neuseelands sind um, 2086 Kilometer gefahren. Das war ein toller Start ins Sabbatjahr mit schon reichlich Abenteuern, Herausforderungen, Erlebnissen und Begegnungen.
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| Tongariro Alpine Crossing, das bisher größte Abenteuer |
Zurück zum Camperverleih
Am ersten Tag war also bereits klar, dass ich noch mal in Auckland beim Camperverleih Jucy Rental anhalten muss. Die Kühlschranktür ist jetzt mit einer extra Schraube befestigt. Dennoch geht sie während der Fahrt ab und zu auf. Da reicht schon die Kurve im Kreisverkehr. Super nervig, weil dann alles was im unteren Fach liegt sich im Van verteilt. So auch der Joghurt.
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| Hat kurz gedauert, bis ich mich an den Camper gewöhnt hatte. |
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| Auf jeden Fall fällt er überall auf. |
Der Fliegenschutz wurde geklebt und die blinkende Lampe sei nicht bedenklich. Jetzt löst sich allerdings die Halterung vom Sichtschutz für die Fahrerkabine, sodass ich dann den Rückspiegel nicht nutzen kann. Ich habe die Schraube jetzt immer zurück ins Loch gedrückt, aber wer weiß, ob das noch bis 20. März gut geht.
Die Sache mit dem Abwassertank hat sich von selbst geklärt. Da war der Verschluss einfach nicht geschlossen worden als ich das Auto übernommen habe.
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| An Hinweise am Straßenrand gewöhnt man sich schnell. |
Die Fahrt im Linksverkehr geht ziemlich gut. Nur die zweispurigen Kreisverkehre sind nicht so schön - geht mir aber in Deutschland mit denen genauso, nur dass es hier viel mehr davon gibt. Über das Automatikgetriebe habe ich am ersten Tag auch mit einem anderen Camper gesprochen. Ich fand es schon bedenklich, wie schwer es des Auto hat, den Berg hochzukommen. Das sei bei dem Gewicht nicht ungewöhnlich. Einfach Pedal richtig durchdrücken und dann heult der Motor. Alles klar.
Viele Erlebnisse in kurzer Zeit
Doch nicht nur das Auto wird an seine Leistungsgrenze gebracht. Auch ich hab schon tief Luft holen müssen, um den Herzschlag wieder zu regulieren. Beim Mountainbike fahren im Watangi Mointainbike Park ging es den Berg rauf durch enge Kurven an steilen Abhängen über Wurzeln und Steine. Da kam ich schnell an meine Fitnessgrenze. Aber den Trail habe ich geschafft. Bei der Mountainbiketour auf der Old Coach Road im Tongariro Nationalpark ging es zum Glück die meiste Zeit bergab. Denn hier waren noch mal mehr Wurzeln und Steine zu überwinden.
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| Die Old Coach Road führt an zwei alten Viadukten vorbei. |
Auf dem Fahrrad, mit dem Auto und zu Fuß habe ich die Nordinsel erkundet. Beim Ziplinen an den Waitomo Caves sogar in der Luft. Ich habe beim Tongariro Alpine Crossing in einen Vulkankrater geschaut, habe bei den Huka Falls oder Whangarei Falls Wassermassen abstürzen sehen, ich war am Cape Reinga an einem Ort, wo zwei Meere aufeinandertreffen und Seelen ihre letzte Reise antreten sollen und ich war an einsamen Stränden, in aktiven Vulkanlandschaften, in Höhlen und Wäldern.
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| So einige Wasserfälle habe ich schon gesehen, hier der Tawhai Falls. |
Aufgrund des Zyklons Gabrielle habe ich die Bay of Plenty und die Halbinsel Coromandel nicht besucht, dafür mehr Zeit im Tongariro Nationalpark verbracht.
Anderthalb Tage in Wellington
Die Natur Neuseelands und seine Geschichte habe ich dann im Nationalmuseum Te Papa in Wellington noch mal erlebt. Hier ist interaktiv und eindrucksvoll die Landschaft, die Natur, die Veränderung in den vergangenen Jahrhunderten und die Geschichte des Landes dargestellt. Ein Museum zum Riechen, Fühlen, Erleben und Mitmachen. Absolut einen Besuch wert, der auch nachdenklich stimmt. Durch das Eingreifen des Menschen in Neuseeland sind 20 Prozent an Tierarten ausgestorben. Und auch die Auswirkungen des Klimawandels und der Bewegung der tektonischen Platten werden hier dargestellt.
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| Das Nationalmuseum bietet viel Interaktives. |
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| Te Papa zeigt die Artenvielfalt der Insel, hier der Kiwi, eine vorm Aussterben bedrohte Vogelart. |
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| Im Ausstellungsbereich "Nest" konnte man auf Eier drücken und dann Vogelstimmen hören - oder eben nicht, wenn die Arten ausgestorben sind. |
Dann ging es noch auf den Mount Viktoria zum Aussichtspunkt hoch und natürlich bin ich mit der historischen Bahn Cable Car gefahren, die es seit 120 Jahren gibt. Die Fahrt dauert fünf Minuten.
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| Cable Car in Wellington |
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| Ausblick auf Wellington |
Nun geht es morgen mit der Fähre auf die Südinsel. Während ich so einige getroffen habe, die keinen Platz auf der Fähre mehr buchen konnten oder diese wegen Personalmangels nicht gefahren ist, kam heute die Nachricht, dass eine Fähre komplett wegen Motorschadens ausfällt. Die Fähre mit der ich fahren sollte, wird für Fracht genutzt. Ich wurde zum Glück auf eine andere umgebucht, die eine halbe Stunde früher geht. Also auf nach Picton. Bye bye Nordinsel.











Was für spektakuläre Abenteuer, Eindrücke, Fotos liebe Weltenbummlerin Anja. Schön, dass ich alles mit verfolgen kann und gedanklich in deiner Nähe sein kann. Mach weiter so und weiterhin viel Glück Mutti
AntwortenLöschenViel Spaß im Süden und weiterhin allzeit gute Fahrt :)
AntwortenLöschen....wünscht dir Vanessa :D
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