Benzin, Essen, Campingplatz: Das kostet Neuseeland - die Abrechnung

Viel Bargeld habe ich in Neuseeland nicht gebraucht. Hier geht alles per Kreditkarte. Lediglich für die Busse in Wellington und Christchurch und für einige Campingmöglichkeiten, die eine Kasse des Vertrauens hatten, habe ich wirklich Münzen und Scheine benötigt.

Wer mit einem self-contained-Fahrzeug unterwegs ist, kann auf jeden Fall bei den Campingplätzen sparen. In Neuseeland gibt es viele Stellflächen, wo man umsonst stehen kann, oftmals mit öffentlichen Toiletten in der Nähe. Dann gibt es Stellflächen, wo um eine kleine Aufwandsentschädigung von 5 bis 15 neuseeländische Dollar gebeten wird, also zwischen 3 und 9 Euro. 

Der Stellplatz am Lake Pukaki war umsonst.
Die vollausgestatteten Campingplätze mit Duschen, Wäscherei, Gemeinschaftsküche reichen dann von 20 bis 50 NSD die Nacht. Ich habe die App Campermate genutzt, die nicht nur Campingplätze anzeigt, die man oftmals über die App buchen kann, und kostenfreie Stellflächen, sondern auch Tankstellen, öffentliche Toiletten, Einkaufs- und Essensmöglichkeiten.

6103 Kilometer bin ich durch Neuseeland gefahren. Dafür habe ich 955,78 Euro für Benzin ausgegeben. Die Preise an der Tanksäule variierten zwischen 2,38 und 2,63 NSD, also 1,39 bis 1,50 Euro.

Das erste Mal an einer Selbstbedienungs-Tankstelle

Für Lebensmittel habe ich gefühlt genauso viel bezahlt wie in Deutschland, vielleicht sogar weniger. 540,76 Euro habe ich in den Supermärkten wie Countdown, New World, Pack'n Save und 4 Square gelassen sowie in drei Bäckereien, um Vollkornbrot zu bekommen.Auswärts gegessen habe ich nicht sehr oft. Die Preise gleichen denen in Deutschland würde ich sagen. Allerdings sind Fast-Food-Pizzen hier sehr viel günstiger. Eine Salamipizza bei Pizza Hut gibt es für 4 Euro, eine Hawaii-Pizza und Pizzabrötchen bei Dominos für 7 Euro.
Blick in einen Pack'n Save Supermarkt

Der Kaffee mit Milch, ein großer Flat White, kostet zwischen 2,90 und 3,50 Euro, je nachdem wo man in Neuseeland unterwegs ist. Die Kugel, hier ein Scoop, kostet mit etwa 3,50 Euro im Schnitt etwas mehr, ist aber auch viel größer.

Ausgaben für Eintritte, Touren, Transportmittel

Das meiste Geld habe ich für Aktivitäten ausgegeben: Canyon Swing, Mountainbike Park, Underworld Adventure, Zippline-Park oder Klettern am Wasserfall. Die Kosten reichten dabei von 5,80 Euro als Eintritt für Craters of the moon, über 43,17 Euro für Gondel und Luge in Queenstown bis hin zu 414 Euro für den Heli-Hike auf den Tasman Gletscher. Hier ist also für jeden Geldbeutel was dabei. 

Der Heli-Hike führte mich ins Innere eines Gletschers und war die teuerste Aktivität

Fazit: Günstig ist Campingurlaub in Neuseeland nicht. Denn schon der Flug und der Camper kosten mehrere tausend Euro, je nachdem, wann man bucht und wie lange man bleibt. Das Beste ist aber, ist man erst mal da, muss man bis auf Benzin und Lebensmittel nicht unbedingt mehr Geld ausgeben. Denn die Wanderungen und Erlebnisse in der Natur sind umsonst. Und die hat hier einiges zu bieten.

Regenbogen über Lake Pukaki, umsonst. Auch der Sternenhimmel bei Nacht.

Kommentare