Die Catlins: Küste, Street Art und abwesende Pinguine
Nachdem ich im Februar am nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga, gewesen bin, habe ich jetzt den südlichsten Punkt besucht, Slope Point. Ein Schild auf einer Klippe auf privatem Land. 4803 Kilometer bis zum Südpol.
Am Slope Point
So schön wie Cape Reinga ist der Slope Point nicht. Können halt nicht überall zwei Meere aufeinandertreffen. Aber ich stand da mit dem Wissen, Neuseeland vom Norden bis zum Süden durchfahren zu haben.
Zuvor war ich noch am Waipapa Lighthouse Point, wo die Chance besteht, Robben und Seelöwen zu sehen. Nicht für mich. Waipapa Lighthouse Point
Mehr Glück hatte ich an der Curio Bay. Der Campingplatz liegt hier malerisch zwischen Curio Bay und Porpoise Bay. In letzterer schwimmen Hektor-Delfine, die sich aus Neugier an die Badenden heranwagen.Curio Bay
Zwar wurde die Sonne gerade von Wolken bedeckt, aber die Chance mit Delfinen zu schwimmen, wollte ich nutzen. Tatsächlich kamen zwei auf zwei Meter heran.
Der Wellengang war ziemlich stark und als ich zum Ufer zurückwollte, merkte ich erst, wie weit ich abgetrieben war. Stehen konnte ich nicht mehr und einfach zum Strand zurück auch nicht, da der Abschnitt, vor dem ich mich befand mit Riffs und Felsen übersät war. Ich wollte nicht von den Wellen dagegengetrieben werden. Wie dumm ich bin, war mein erster Gedanke. Ich bin dann parallel zur Küstenlinie geschwommen, das salzige Wasser schwappte in meine Augen. Zum Glück kam ich voran und erreichte nach der ungewollten Sporteinheit das Ufer. Puh.
Am Abend habe ich dann über eine Stunde an der Curio Bay bei Nieselregen auf Pinguine gewartet, die in der Dämmerung zurück zu ihren Nestern kommen. Aber nichts zu sehen. Zumindest keine Pinguine. Wie die Wellen an Riffs und Klippen schlagen war aber ein schönes alternatives Naturschauspiel.Warten auf Dämmerung und Pinguine
Tags darauf standen fünf Stopps auf meiner Liste, darunter drei Wasserfälle. Beeindruckender waren aber die Chathedral Caves, zwei Höhlen am Strand, die miteinander verbunden sind, und nur bei Ebbe betreten werden können.
Weiteres Highlight war der Nugget Point. Schon die Anfahrt zum Leuchtturm und den Felsen im Wasser (Nuggets) entlang der Küste war toll. Der kurze Walk entlang der Klippe ebenso. Ich war direkt verliebt in diese Landschaft.Nugget Point
Am nächsten Tag ging es nach Dunedin. Erst zum Larnach Castle, das einzige Schloss Neuseelands, und dann ins Stadtzentrum, das viel Street Art zu bieten hat.
Übernachtet habe ich in Oamaru. Kurz vor der kleinen Stadt liegen die Moeraki Boulders am Strand. Das sind Kugelsteine. Sehen sehr mystisch aus, sind geologisch aber wohl erklärbar für Leute, die Geologie verstehen. Auf jeden Fall beeindruckend, was die Natur hervorbringt.
Jetzt fahre ich zum Mount Cook und den Tasman Gletscher. Auf dem Weg liegen die Elephant Rocks und Clay Cliffs, weitere Kuriositäten der Natur.
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