Queenstown: Weltstadt der Abenteuer

Wer seine persönliche Grenze kennenlernen und über sich hinauswachsen möchte, der ist in Queenstown in Neuseeland genau richtig. Die Hauptstadt der Abenteuer auf der ganzen Welt und ich mittendrin. Ist ja klar, dass dann nicht nur Sightseeing und Wanderungen auf dem Programm stehen. Was ich über mich gelernt habe: mit der Höhe habe ich kein Problem - fast kein Problem.

Hoch in die Berge ging es erst einmal vom Fox Glacier über den Haast Pass nach Wanaka. Eine tolle Autofahrt, zwar lang, aber mit super schönen Aussichtspunkten und einigen Wasserfällen. Den Fox Gletscher habe ich am Morgen nach zwei Tagen Wolken am Gebirge dann sehen können. Viel Eindruck hat er bei mir aber nicht hinterlassen.
Fox Glacier

Ganz anders Wanaka. Ein toller Ort am See umgeben von Bergen. Berühmt durch das Bild vom Baum, der im See steht und wächst. 

Der Wanaka Tree.

Klettern an einer Felswand in Wanaka

Das erste Abenteuer der letzten beiden Tage wartete nur wenige Kilometer vom See entfernt. Mit Wildwire Wanaka bin ich neben einem Wasserfall 400 Meter in die Höhe geklettert. Gebucht hatte ich das einfache Level für Anfänger, habe ich mich aber während des Kletterns für ein Upgrade entschieden und habe 2/3 des Pfades erlebt. Die Kletterer bekamen alle ein Geschirr um mit Karabinern zum Sichern am Berg sowie einen Helm und nach einem kurzem Übungsparcours ging es los.

Erstes Plateau des Wasserfalls erreicht.

Am Felsen waren Eisentritte angebracht, die wir wie auf einer Leiter hinaufstiegen. Zwischendrin war auch mal der Fels selbst unser Kletterparcours. Es ging über Schwingbrücken, bei denen ich dann auch an meine Grenze stieß. Einige Kletterer ließen sich von der Brücke hängen, nur gehalten von den Karabinern. So viel Vertrauen und Mut hatte ich in der Höhe dann auch nicht. Eine Entscheidung mit der ich aber glücklich bin. 

Neben dem Wasserfall ging es hoch.

Ein Schritt nach dem anderen an der steilen Wand. (Foto: Wildwire)

Ich bin kein Fan von schwingenden Brücken in solcher Höhe.

Und es ging immer höher. (Foto: Wildwire)

Das Klettern an einem Wasserfall war unglaublich. Der Ausblick dank Sonnenschein auf schneebedeckte Berge und Lake Wanaka einfach unbezahlbar. Am Ende stand ich in einem Becken des Wasserfalls und spürte die Tropfen des herabstürzenden Wassers auf meinem Gesicht. Dazu das Gefühl, ausreichend Fitness zu haben, um hinaufgeklettert zu sein.


Canyon Swing in Queenstown

Danach fuhr ich eine Stunde nach Queenstown, wo am nächsten Tag schon das nächste Abenteuer auf mich wartete. Hier wurde das erste Mal kommerziell Bungy Jumping angeboten. Daran kommt man also eigentlich nicht vorbei, wenn man das Abenteuer sucht. Ich hab mich für eine kleine Abwandlung, den Canyon Swing, entschieden.

Von der Plattform ging es per Sprung Richtung Fluss.

Für diesen habe ich wieder ein Geschirr angezogen und bin auf eine Plattform 109 Meter hoch über den Shotover River. Die Art und Weise, wie man in den 60 Meter freien Fall geht, kann man selbst entscheiden. Die Mitarbeiter von Shotover Canyon Swing haben auf jeden Fall jede Menge Spaß dabei mit der Aufregung der Springer zu spielen. Dabei helfen sie einem sehr gut dabei, die eigene Angst zu überwinden.

Während ich vor dem Sprung sehr ruhig war, klopfte mein Herz kurz vorm Sprung ziemlich heftig und die Kniee wurden weich. Ich habe mich entschieden, vorwärts zu springen, doch der Schritt zum Absprung hat ganz schön Überwindung gekostet.

Kurz vorm Absprung. (Foto: Shotover Canyon Swing)

Der freie Fall war dann ein Gefühl, dass schwer zu beschreiben ist. Wie Freiheit hat es sich für mich zumindest nicht angefühlt und es war gut, dass ich das Seil zumindest haptisch zum Festhalten hatte. 

Der Fall an sich kam mir auch sehr lang vor bevor dann der Ausschwung kam. Mein erster Gedanke war: einmal reich auf jeden Fall. Denn wer wollte, hätte noch mal springen können.

Mein Lieblingsbild vom Sprung :) (Foto: Shotover Canyon Swing)

Danach gab es den berühmten Fergburger in Queenstown, für den die Leute Schlange stehen. Berechtigt. Und ich bin dann noch ganz entspannt mit der Gondel auf den Berg und dort eine Runde Skyline Luge gefahren - eine Art Sommerrodelbahn mit Go-Kart-ähnlichen Gefährten.

Blick auf Queenstown

Jetzt bleibe ich noch ein paar Tage in der Region rund um Queenstown. Ein neues Abenteuer, bei dem ich an meine Grenzen gehe, habe ich erst mal nicht geplant, aber vielleicht findet es ja auch mich.

Kommentare

  1. Liebe Anja ,du bist so mutig sooo tolle Abenteuer zu machen.Hut ab. Es ist so schön deine aufregenden Berichte zu lesen. L.G. Beate und Norbert

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  2. Hey liebe Anja, ich lese ganz begeistert deine Berichte und bewundere deinen Mut für solche Abenteuer! Aber du wirst ja auch mit wirklich tollen Erlebnissen belohnt. Lass es dir richtig gut gehen und bleib gesund. Fühl dich ganz lieb gedrückt, Davina

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  3. Ich bin sprachlos, unfassbar ihr Mutter, was für geile Abenteuer 😲😲👍🏼👍🏼

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