Start in Australien: Adelaide und Zugfahrt nach Melbourne
Mit maximal 90 Kilometer die Stunde zuckelt der Zug "The Overland" von Adelaide nach Melbourne. An den Fenstern ziehen vor allem Felder, grasende Schafe und Bäume vorbei. Zwei Kängurus hab ich auf der etwa zehnstündigen Zugfahrt gesehen. Willkommen in Australien.
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| Achtung Autofahrer: Koalas |
Dreieinhalb Tage habe ich in Adelaide an der Südküste verbracht. Der Strand ist eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt, ebenso der Berg Lofty, von dem man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat - wenn das Wetter mitspielt.
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| Aussicht vom Mount Lofty |
Das Zentrum ist komplett von einem Park eingekreist, am nördlichen Ende fließt River Torrens. Dazu Hochhäuser, Altbauten, Einkaufsstraße und dazwischen Gassen mit Restaurants und Cafés. Adelaide bietet Abwechslung.
Ich bin vom Waterfall Gully zum Mount Lofty hoch gewandert. Sehr steil und bei über 27 Grad Celsius sehr anstrengend. Ich habe einen zwölf Kilometer Spaziergang am Fluss zum Strand West Beach unternommen und habe am nächsten Tag Glenelg besucht, ein weiterer Strandabschnitt von Adelaide mit Riesenrad, Strandbar, Shops und Restaurants. Ich war in der Staatlichen Bibliothek und im South Australien Museum, bei beidem Eintritt frei.
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| Blick auf Glenelg vom West Beach aus |
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| Glenelg |
Deutsches Brauchtum in Australien
Mit den Bus ging es nach Hahndorf, ein Dorf, dessen Geschichte auf deutsche Siedler zurückgeht. Hier finden sich Hofbrauhäuser und Kuckucksuhren, können Bratwurst mit Sauerkraut oder Schnitzel gegessen werden.
In Australien bewege ich mich per Bus und Bahn durchs Land. Statt Camper wie in Neuseeland miete ich mich in Hostels und Guesthouses ein. In Adelaide habe ich im Adelaide Central YHA in einem Vier-Bett-Zimmer übernachtet. Das bestand aus zwei Doppelstockbetten und vier größeren abschließbaren Schränken sowie einen Garderobenhaken für jeden. Küche und Bad werden von allen Hostelbewohnern gemeinsam genutzt.
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| Spärliche Einrichtung, günstiger Preis. |
Die Lage war klasse, in fünf Minuten war ich im Zentrum, Bus- und Bahnhaltestellen in direkter Nähe. Etwas ungewohnt: Im Bus wird nicht angesagt oder angezeigt, welche Haltestelle als nächstes kommt. Mit Livestandort und Haltestellenplan bekommt man aber den richtigen Ausstieg hin.
Leichter Stress am Flughafen
In Australien hab ich mir eine neue Simkarte besorgt. Während ich die für Neuseeland nur einlegen musste und loslegen konnte, war hier App runterladen und Registrierung notwendig. Bis alles funktioniert hat, hat es etwas gedauert und mich auch Nerven gekostet. Da spielte die Hitze und kurze Nacht aufgrund des sehr frühen Fluges aber bestimmt auch eine Rolle.
Leichter Stressfaktor war zuvor auch der Umstieg in Melbourne. Passkontrolle, Gepäck einsammeln, auschecken, zum anderen Terminal gehen, Gepäck aufgeben und durch die Sicherheitskontrolle in zwei Stunden. Das wird knapp, dachte ich.
Bei der eigenständigen Gepäckaufgabe sollte ich dann plötzlich draufzahlen, weil ich mehr als 14 Kilogramm Gepäck hatte (es waren 16). Ich also zum Airline-Mitarbeiter. Sah ich gar nicht ein, hatte ich doch einen internationalen Flug mit 20 Kg gebucht. Der sagte mir dann, ich hätte die erste Gepäckbanderole dranlassen müssen, dann hätte der Scanner das gecheckt. Die hatte ich abgemacht, um den Rucksack aus den Transportsack zu bekommen, um ihn auf dem Rücken zum nächsten Terminal zu tragen. Im Computer konnte der Mitarbeiter das Versäumnis dann zum Glück ausgleichen.
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| Ankunft in Adelaide |
Und am Ende ging dann alles doch so fix, dass ich noch eine Stunde Wartezeit bis zum Abflug hatte. Zeit für Kaffee und Bananenbrot - beides gibt es seitdem täglich.
Jetzt hat mich der Zug 828 Kilometer von Adelaide nach Melbourne gebracht. Naja nicht ganz, die letzte Stunde fuhr ich aufgrund von Gleisarbeiten mit dem Bus, womit ich dann mehr als elf Stunden unterwegs war. In Melbourne bleibe ich vier Tage.












Liebe Anja, so schön jetzt weiter deine Reiseinfos zu lesen und weitere Eindrücke auch jetzt von Australien zu sammeln. L.G. Norbert und Beate
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