Australiens Ostküste: Newcastle, Port Macquaire, Byron Bay
In den vergangenen zehn Tagen habe ich drei Orte an Australiens Ostküste besucht: Newcastle, Port Macquaire und Byron Bay. Dabei habe ich eine Kolonie Flughunde entdeckt, Delphine und Schildkröten gesehen und es noch mal mit dem Surfen versucht.
Auf ihrem Weg von Sydney die Ostküste hoch scheinen viele Newcastle auszulassen. Zumindest habe ich in Sydney keinen getroffen, der in die Hafenstadt wollte, die mit dem Zug drei Stunden entfernt ist. Dabei ist die Stadt einen Besuch wert.
Mein Hostel lag fünf Minuten vom Strand entfernt. Der Tag begann also immer mit einem Kaffee mit Meerblick. In Newcastle war ich drei Tage und habe viel Zeit am Strand verbracht und mir die Stadt angeschaut. Unter anderem gibt es den Macquarie Pier, der künstlich angelegt ist und an Nobbys Headland vorbeiführt, früher eine Insel.
Entlang der Küste gibt es einen kleinen Memorialwalk, der an die Anlandung der Anzac-Soldaten (Australien New Zealand Army Corps) auf Gallipoli 1915 sowie an den Beginn der Stahlproduktion in Newcastle erinnert. Er ist in einen Coastelwalk integriert, der tolle Blicke auf Newcastle und die verschiedenen Strände bietet.
Das Stadtzentrum besteht aus futuristischen und alten Gebäuden. Eher langweilig war mein Ausflug in den Hunter Wetland Nationalpark. Der Bus dahin fuhr nur einmal die Stunde - den nur wenige Fahrgäste nutzen. Der Walk war ohne große Abwechslung. Fluss, Bäume, Schilf. Ich bin durch die Coastelwalks verwöhnt :)
Port Macquaire: Super schöner Coastelwalk
Den habe ich in Port Macquaire gemacht. Von der Stadt zum Leuchtturm sind es neun Kilometer, die viel Abwechslung bieten, für den, der Strände liebt. Ein Stück führt entlang der Breakwall, bemalte Wellenbrecher.
Ein anderer Abschnitt führt durch Regenwald. Ich fand die Wanderung richtig klasse. Erst hat man von oben auf die Bucht geschaut und ist dann runter zum Strand. An einigen Stränden war fast nichts los. Idylle pur.
Im Sea Acres Rainforest Center der Stadt kann man einen 1,3 Kilometer Boardwalk entlanggehen und den Regenwald genießen, ohne Angst vor Schlangen zu haben :). Doch für die sei gerade nicht die Jahreszeit, sagte mir eine Australierin.
In Port Macquaire habe ich auch das Koala Hospital besucht, in dem verletzte oder kranke Koalas behandelt werden. Häufige Gründe für ihren Aufenthalt sind unter anderem Hundeangriffe, Autounfälle, Buschbrände, weil sie als Joey (Baby) zu Waisen wurden oder ihr Lebensraum durch menschlichen Eingriff verschwunden ist. Wenn möglich werden Sie wieder in die Wildniss entlassen, nachdem sie aufgepäppelt wurden.
Nicht nur Koalas können kostenfrei beobachtet werden. In der Stadt am Kooloonbung Creek lebt eine Kolonie Flughunde. Die riesigen Fledertiere hängen tagsüber an den Bäumen. Etwas gruselig unter ihnen durchzulaufen und von einigen Augenpaaren angestarrt zu werden. Was, wenn jetzt alle auf mich zufliegen? Ist nicht passiert. Aber ein Schild weist darauf hin, wer gekratzt wird, sollte einen Arzt aufsuchen.
Byron Bay: Surfen, Kajak, Radtour
Nach drei Tagen ging es für mich mit dem Greyhound Bus über Nacht nach Byron Bay. Hier liegt der östlichste Punkt auf dem Festlands Australien. Da bin ich natürlich hin (unspektakulär) und hab den Rundweg entlang der Küste zum Leuchtturm und zurück durch den Regenwald gemacht.
In Byron Bay bin ich noch mal aufs Surfbrett rauf. Bei den Soul Surfern wurde mir noch eine andere Technik gezeigt, die vierte mittlerweile. Ich blieb aber bei der letzten Technik vom Surfcamp (hochstützen, aufs rechtes Knie, linken Fuß zwischen die Hände, aufstehen). Das hat dann auch gut geklappt. Naja, also drei Mal in 1,5 Stunden vielleicht, dass ich aufrecht stand. In der "Hocke" war ich öfter. Ich bin zufrieden. Es bleibt sehr anstrengend und braucht sehr viel Übung und Erfahrung.
Ich bin nicht nur mit dem Surfbrett auf der Welle gesurft, sondern auch mit dem Kajak. Die Tour führte raus aufs Meer, um Delfine und Schildkröten zu sehen. Zu Beginn mussten wir gegen die hereinkommenden Wellen paddeln, dann fing es immer wieder heftig an zu regnen und die Wellen draußen waren ziemlich hoch. Doch wir harrten aus und als wir auf den Rückweg waren, kamen noch ein paar Delfine und eine Schildkröte schaute mit ihrem Kopf aus dem Wasser. So cool. Den meisten Spaß hat aber das Paddeln auf den Wellen gemacht, die das Kajak richtig mitgetragen haben.
Am letzten Tag in Byron Bay hab ich eine Radtour 44 Kilometer auf dem Northern Rail Trail unternommen, eine stillgelegte Bahnstrecke, die zum Rad- und Wanderweg umgebaut wurde und noch wird. Das erste Stück zwischen Murwillumbah und Crabbes Creek wurde erst im März 2023 freigegeben. Zum Teil sind die Schienen noch erhalten.
Neben dem Trail liegt das Tweed Regional Gallery & Margaret Olley Art Centre. Margaret Olley ist eine bedeutende australische Künstlerin in Bezug auf Stillleben. In der Ausstellung haben sie ihre Wohnräume nachgebaut, die auch ihr Atelier waren. Und am Ipad konnte der Besucher sich selbst im Malen von Stillleben ausprobieren.
Nach drei sportlichen Tagen lege ich morgen eine Pause ein und fahre mit dem Bus nach Noosa zur Sunshine Coast.
Hallo Anja, Du kommst ja richtig rum, da in Down-Under. Gibt es auch schon ein Selfie von Dir mit einem Känguru? Grüß bitte Crocodile Dundee, falls Du ihn treffen solltest! Viel Spaß weiterhin und bleib fit! Gruß Rolf
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