Australiens Ostküste: Noosa und Brisbane

Die größte Sandinsel der Welt und eines von zwei Everglades-System weltweit sind von Noosa aus erreichbar. Ich habe beide besucht und schon deshalb zählt der Aufenthalt in Noosa an der Sunshine Coast zu meinen Highlights der Australienreise.

Fraser Island gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe. Die Insel ist nicht nur besonders, weil sie aus Sand besteht, sondern weil auch ein Regenwald drauf wächst. Zudem gibt es Seen, die nur aus Regenwasser gespeist werden, wie der Lake McKenzie. 

Lake McKenzie

Ich bin mit Fraser Island Adventure Tours für einen Tagesausflug auf die Insel gefahren. Der Bus mit 25 Plätzen, großen Fenstern und Allradantrieb gelangt mittels Fähre, die am Strand an- und ablegt, auf das Eiland. Fraser Island wird seit 2021 K'gari (Fraser Island) genannt. Der Name stammt von den Einwohnern, Butchulla, die seit mehr als 5000 Jahren auf der Insel leben. 

Auf der Insel fahren wir den langen, scheinbar endlosen Strand entlang, düsen aber auch über die "Straßen" der Insel. Das sind Tracks aus Strandsand, die von Rangern so gut es geht instand gehalten werden. Doch Wind, Regen und Verkehr sorgen täglich für Veränderungen, sodass die Fahrt ziemlich holprig und an sich schon ein Abenteuer ist.  


Am Lake McKenzie legen wir eine Pause ein. Der See beeindruckt durch seine türkisblaue Farbe in Ufernähe und dunkelblauer Farbe, wo es tiefer wird und ist umgeben von Regenwald. Ein tolles Bild. Ein weiterer Stopp ist an der Central Station, wo an die ehemalige Siedlung auf der Insel erinnert wird. Zurück am Strand sehen wir noch einen wilden Dingo.

Dingo am Strand von Fraser Island

Wilde Kängurus auf dem Campingplatz

Mit dem Kanu durch die Everglades

Sehr viele wilde Kängurus habe ich auf einem Campingplatz am Lake Cootharaba gesehen, von wo aus ich zu einer Tour in die Noosa River Everglades gestartet bin. Mit einem kleinen Boot ging es über den See in die Everglades. Neben denen in Noosa gibt es Everglades nur noch in Florida. Everglades sind ein System von Wasserläufen. In dem Feuchtgebiet wachsen unter anderem Mangroven und Teebäume. Auf dem Wasser spiegeln sich die Bäume. Fünf Kilometer fahren wir mit dem Boot die Everglades rauf, zurück paddel ich im Kanu. 


In Noosa bleibe ich fünf Nächte. Der Küstenort ist absolut ein Urlaubsort. In der Hasting Street finden sich Geschäfte, Restaurants und Cafés. Mit der Fähre kann man auf dem Noosa River von Noosa Heads bis zur Marina fahren und einen Stopp in Noosaville einlegen.

Coastel Walk im Noosa Nationalpark

Ich bin im Hostel in Noosa Heads und erreiche von hier aus schnell den Noosa National Park. Hier spaziere ich natürlich den Coastel Walk bis zum Sunshine Beach. Auf den 5,4 Kilometern habe ich die ganze Zeit Blick aufs Meer. Wieder einmal blicke ich auf Riffs und Klippen, gehe lange, breite Strände entlang und beobachte, wie die Wellen auf die Küste treffen. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen, denn alle paar Meter ändert sich die Küstenlinie. 


Brisbane - letzte Station in Australien

Die letzten anderthalb Tage habe ich in Brisbane verbracht. Den Greyhoundbus dahin habe ich erst einmal verpasst. Ich habe mich in der Zeit vertan und bin zu spät vom Hostel los. Daher ging es mit Bus und Bahn nach Brisbane.

Die Stadt hat mir gut gefallen. Der Brisbane River schlängelt sich durch die Hochhauskulisse, wird von Auto- und Fußgängerbrücken gekreuzt und vielen Fähren genutzt. Eine davon ist kostenlos. In der Innenstadt wird sehr viel gebaut, Hochhäuser und Brücken, sodass zum Teil der Eindruck entsteht, als würde die Stadt gerade erst erbaut worden sein. 

Da ich nur einen Tag in Brisbane verbracht habe, bin ich in der Innenstadt geblieben und hier am Fluß entlanggelaufen. Das Gelände der Expo 1988 (South Bank) ist jetzt eine schöne Flaniermeile mit Cafés, Strandbad und der Nepal-Pavillon, der noch von der Expo erhalten ist. Toll fand ich auch die Story Bridge, über die man laufen konnte.


Zum Abschluss in Australien habe ich spontan mit ein paar Leuten aus dem Hostel ein Rugbyspiel im Stadion gegenüber angeschaut. Krasser Sport.

Jetzt sitze ich am Flughafen und warte auf dem Flug nach Denpasar. In Bali wartet dann schon Heimatbesuch auf mich. Nach drei Monaten freue ich mich richtig, wieder Menschen um mich zu haben, die mich kennen und dir mir vertraut sind. Auf geht's.




Kommentare

  1. 😲Das ist der Unterschied zwischen K‘gari und der Ostseeküste:)): In Graal-Müritz blieb Anfang April ein SUV am Strand stecken, dessen Fahrer seiner Freundin einen Heiratsantrag machen wollte, in Rerik passierte einem 22-Jährigen am 21.April so ein Malheur. Nix mit Rumdüsen am Strand.

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  2. Frau Levien beim Rugby🏉 , herzlichen verrückt wie diese unfassbare Reise....Viele Grüße, Jochen Arenz

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