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Blick vom Syktower auf Sydneys Hafeneinfahrt.
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Springende Kängurus und kletternde Koalas sind die eine Seite der Medaille Australiens. Die Tierwelt besteht aber auch aus den gefährlichsten und giftigsten Tieren auf der Erde. Das wird mir nicht nur durch meine derzeitige Lektüre "Frühstück mit Kängurus" von Bill Bryson wieder ins Gedächtnis gerufen, sondern wurde mir auch bei einem Walk entlang der Küste bewusst. Hier kreuzten Schlange und Spinne meinen Weg.
Ich war auf dem Wanderweg von der Split Bridge im Norden Sydnes nach Manly. Der Pfad führt durch viel Gebüsch, ist abgelegen. Gleich zu Beginn nahm eine kleine, dünne Schlange Flucht vor mir. Doch anstatt sich diese ins Dickicht begibt, blieb sie auf der Treppenstufe, dich an den Steinvorsprung gepresst. Ich sah ihre Zunge, die aus ihrem Maul vor- und zurückstieß. Och ne. Na erst mal ein Foto machen.
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Meine erste Schlange in Australien. Größer müssen sie nicht werden :)
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Auch wenn sie klein war und vielleicht nicht giftig, den Tritt auf die Stufe machte ich natürlich nicht, sondern sprang einfach zwei Stufen runter. Danach war der Walk jedoch nicht mehr so entspannt. Der Blick war auf den Boden gerichtet. Doch meist kreuzten nur noch Eidechsen meinen Weg, eine größere Echse, laut Google eine australische Wasseragame, die sich auf einem Stein sonnte, und unter anderem eine etwa fünf Zentimeter große Spinne, die mit einem Insekt kämpfte und wohl verlor.
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Tiere auf meinem Weg nach Manly
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Perspektiven auf Sydney von Wasser, Land und aus 251 Meter Höhe
Bis auf meine Sorge, dass mich eine Schlange oder Spinne angreifen könnte, war der Walk aber toll. Der Ausblick auf die Buchten und die Skyline von Sydney unglaublich. Die Innenstadt dominiert durch Hochhäuser, den Skytower und natürlich Oper und Harbour Bridge. Doch Sydney ist so viel mehr als das. Die Suburbs, Stadtteile, liegen an Buchten, Stränden und ziehen sich ins Landesinnere. Ich war meist am Wasser unterwegs und habe die Stadt aus verschiedenen Perspektiven erlebt. Darunter auch der Blick aus dem Obersvation Deck des Skytowers in einer Höhe von 251 Metern.
Mit am besten hat mir der Gang über die Habour Bridge gefallen mit Blick auf Oper, Wasser und Hochhäuser. Lag aber vielleicht auch daran, dass es nach zwei Tagen heftigen Regens endlich wieder schön war.
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Blick auf Sydney von der Harbour Bridge.
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Unter der Harbour Bridge.
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Harbour Bridge mit Oper.
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Am anderen Ufer liegt der Luna Park, ein Vergnügungspark mit einem skurrilen Gesicht als Eingangstor. Mich hat die gesamte Aufmachung eher an einen Gruselfilm erinnert.
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Luna Park in Sydney
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Manly Beach, Bondi Beach, Coogee Beach - in Sydney kann man an vielen Orten in die Fluten springen. Der Vorteil der Stadt: Ist der Pazifik zu stürmisch, kann man schauen, ob es am Strand in einen der Buchten ruhiger ist. Am South Head - North und South Head bilden die Einfahrt nach Sydney - in der Watson Bay habe ich mit Blick auf die Skyline gebadet.
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Strand mit Blick auf Skyline in der Watson Bay
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Bei mehr als zwei Meter hohen Wellen bin ich am Coogee Beach ins Wasser gesprungen. Ein ganz neues Erlebnis für mich. An der Ostsee herrscht dann Badeverbot. In Australien war die Wasserwacht dabei. Es galt rechtzeitig durch die Welle durchzutauchen. Wer rüberspringt, wird mitgerissen. Und dann hat man keine Chance und ist der Welle ausgeliefert. Ein Flip unter Wasser keine Seltenheit. Doch wir waren dicht am Ufer und hatten den Dreh schnell raus. Es war großartig.
In meinen 9 Tagen Sydney habe ich einen Ausflug ins Umland unternommen. Einen Tag ging es in die Blue Mountains, charakteristisch durch Eukalyptuswälder, Wasserfälle und Felswände. Die Tour führte zur Scenic World ins Jamison Valley. Hier ging es mit der höchsten Cable Car Bahn Australiens über das Tal, um dann mit einer zweiten Cabel Car Bahn ins Tal runter und mit dem steilsten Zug wieder hinaufzufahren.
Am Echo Point hatten wir dann noch einen tollen Blick auf die Blue Mointains und die bekannteste Felsformation "Three Sisters". Vorher waren wir noch in einem Wildlifepark mit Koalas, Kängurus, Dingos und Co.
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Blue Mountains mit den Three Sisters links
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Cable Car ins Jamison Valley
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Heute ist der letzte Tag in Sydney. Es geht noch mal zum Rocks-Markt, der immer nur am Wochenende stattfindet und heute Abend bin ich für eine Free Walking Tour durch die Rocks angemeldet, der älteste Stadtteil Sydneys direkt unter der Harbour Bridge.
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The Rocks - ältester Stadtteil Sydneys - vor Hochhäusern.
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Dann sind nicht nur neun Tage Sydney, sondern auch neun Tage Privatsphäre vorbei. Denn hier hatte ich mir über Airbnb ein Guesthouse mit eigenem Zimmer und Bad, aber Gemeinschaftsküche gebucht. Leider habe ich, anders als erhofft, in der Küche, keine Leute kennengelernt. Dafür aber bei der Free Walking Tour am ersten Tag.
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Skyline, Oper, Harbour Bridge
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Am Montag geht es für drei Tage ins Surfcamp. Ich will endlich mal herausfinden, ob ich das kann. Auf der Ostsee habe ich das nie ausprobiert. Eines weiß ich jetzt schon, Muskelkater werde ich auf jeden Fall bekommen.
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