Bali: Von den Bergen an den Strand
Endlich wieder richtig Strand. Meine Füße versacken im Sand während das Meer die Knöchel umspült. Mein Blick fällt auf den weiten, langen Jimbaran Beach im Süden Balis mit zahlreichen Restaurants an der Wasserkante. Herrlich.
Doch das Paradies hat ein großes Problem. Überall auf der indonesischen Insel liegt Müll. Und überall sieht man Rauchschwaden als Zeichen, dass hier Müll verbrannt wird. Regelmäßig haben wir den Rauchgeruch in der Nase. Selbst als wir in unserer abgeschiedenen Unterkunft am Pool in Abang liegen, den Blick über die Palmen auf die Berge gerichtet.
Vier Nächte haben wir im Penthouse mit Infinitypool verbracht, Frühstück inklusive. Eine Luxusunterkunft, die wir uns in Deutschland gar nicht leisten könnten.
Von hier haben wir den Lempuyang-Tempel besucht. Im Vergleich zu den vielen Tempeln, die wir gesehen haben, ist er das Geld nicht wert (45 000 Rupiah für den Shuttlebus und 55000 Eintritt). Viel zu bieten hat er nicht. Warum dennoch Hunderte hier täglich herkommen, ist das Gate of heaven - durch Instagram berühmt geworden.
Wer im Eingang zum Tempel steht, hat im Hintergrund den Mount Agung. Indonesier machen für die Touristen mit deren Handy ein Foto und halten dabei ihr eigenes Smartphone als Spiegel darunter. So entsteht der Eindruck, man selbst und das Gate spiegelten sich in einer Wasserfläche.
Am Eingang werden Nummern für dieses Fotomotiv vergeben. Wer eines machen will (max 30 Sekunden Zeit), wartet darauf zwei bis drei Stunden. Kein Scherz.
Ich bin dann lieber den Berg hoch, erst Straße dann Treppe und habe immer wieder die Aussicht auf die Insel genossen. Die wissen auch die Balinesen zu nutzen. Es entstehen Fotopoints für die Eintritt genommen wird.
So wie in Lahangan Sweet, wo wir 30 000 Rupiah bezahlt haben. Die Aussicht war fantastisch und der Sonnenuntergang am Mount Agung bleibt in Erinnerung.
Schwarzen steinigen Strandsand hatten wir in einer Bucht in Amed, wo wir einen Nachmittag verbracht haben. Wenige Meter vom Ufer entfernt, waren Korallen und viele Fische, die wir schnorchelnd entdeckt haben.
Auf dem Weg nach Jimbaran südlich von Denpasar haben wir am Wasserpalast Taman Ujung einen Stopp gemacht. Früh am Vormittag war noch wenig los und wir hatten die Parkanlage mit zwei großen Wasserbecken, in denen Brücken zu den Wasserpalästen führten, fast für uns.
Für mich die schönste Anlage, die wir in den drei Wochen besucht haben. Viele vergleichen sie mit dem Wasserpalast Tirta Gangga, den wir auch angeschaut haben. Für mich sind beide sehr verschieden.
Engagement für Schildkröten
Beeindruckend war der Besuch der Schildkrötenauffangstation Turtle Conservation and Education Center auf Turtle Island. Hier werden Schildkröten aufgepäppelt, die durch illegalen Handel, Fischerei oder Meeresverschmutzung verletzt wurden. Einige hatten eine Flosse verloren, andere Verletzungen am Panzer.
Außerdem retten die freiwilligen Mitarbeiter Schildkröteneier, die naturgemäß im Strandsand abgelegt werden. Menschen zertreten sie dann oder natürliche Feinde holen sich die Eier. Als wir da waren, war gerade eine Schildkröte geschlüpft.
Die letzten Tage verbringen wir in Jimbaran. Gestern sind wir nach Uluwatu gefahren. Im Restaurant auf der Klippe mit Meerblick haben wir Surfer beobachtet und sind an den Strand hinabgestiegen, der mit Felsen und Höhlen sehr charakteristisch war.
Dann ging es zum Uluwatu-Tempel, der auf einer Klippe steht. Hier haben wir den Kecak Tanz gesehen, eine traditionelle balinesische Aufführung.
Unsere letzten zwei Tage auf Bali verbringen wir am Strand. Anders als auf Gili und in Amed ist das Wasser hier erfrischend. Wir sind dankbar für die Abkühlung.
Heike und Anne fliegen Freitagnacht zurück in die Heimat. Ich steige am Sonnabend ins Flugzeug nach Singapur.
Da sind ja Motive dabei für Geo und Vogue (insbesondere der indonesische Rock;))! Und die tollen Aussichtspunkte ohne hohes Geländer sorgen bei mir für Gänsehaut: Huuuuhhhh! Auf nach Singapur, aber ohne Kaugummis!!
AntwortenLöschenUnglaublich wie die Zeit vergeht uns wieviel Sie schon erlebt haben. Mit dem Müll ist horror und sehr schade. Guten Flug nach Singapur ins nächste Abenteuer, Jochen Arenz 😀
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