Gili Air: Schnorcheln und Stromausfälle

Am ersten Abend auf Gili Air gehen wir über eine dunkle Insel. In den Restaurants sitzen die Gäste bei Kerzenschein, im Supermarkt leuchtet die Kassiererin mit der Handykamera auf unsere Waren. Stromausfall ist hier zwar keine Seltenheit, aber er passt als Abschluss zu unserem Tag, der schon anders als geplant begonnen hatte.

Zwischen 6 und 6.20 Uhr sollte uns der Fahrer vom Hotel in Ubud abholen und zum Hafen nach Padangbai bringen. Doch der kam nicht. Um 7 Uhr haben wir Made angerufen, der uns vom Flughafen abgeholt und mit dem wir schon eine Tagestour gemacht hatten. Er konnte uns zum Glück spontan fahren.
Schnellboot nach Gili Air fällt aus 
Am Hafen angekommen erfahren wir, dass unser Schnellboot nicht fährt. Wir müssen warten. Das Fährunternehmen versucht uns, auf einen anderen Fastboat unterzubringen. Mit Erfolg. Schnell, schnell muss es gehen und der Mann, der uns zum Boot bringt, möchte natürlich auch jetzt fix 30000 Rupiah auf die Hand. Klar doch. Zeit zum Nachfragen ist nicht, schnell schnell und viel Englisch versteht er auch nicht.

Auf dem Boot sollen wir dann die Summe bezahlen, die für Taxifahrer und Boot ausgehandelt war, aber nicht mit mir. Nach einem Telefonat zahlen wir weniger.
Auf Gili Air mussten wir dann 10 000 Rupiah Inselgebühr zahlen. Von Touristen wird Geld genommen, wo es nur geht. Nicht nur für Eintritt für Wasserfälle und Tempel (meist 50000 Rupiah), sondern zum Beispiel am Gili Air Hafen noch 5000 Rupiah "Hafengebühr" nur um auf das Schnellboot zurück nach Bali zu kommen. Klar sind das für uns weniger als ein Euro, dennoch fühlt es sich willkürlich an. Die Hafengebühr hätten auch mit den 300000 Rupiah Bootstranfer schon gezahlt werden können. Und für Padangbai gab es keine Gebühr.

Sonnenstich auf Gili Air
Unser erster Tag auf Gili Air haben wir nach der problematischen Anfahrt am Wasser verbracht. Er endet mit der Suche nach einem Restaurant, in dem wir trotz Stromausfall noch Essen bekommen. Allerdings nicht für mich. Ich kämpfe mit Übelkeit und habe mir wohl einen Sonnenstich eingefangen. Im Vergleich zu Ubud ist die Luft drückender und die Hitze mit 30 Grad Celcius mir dann doch zu viel. Den nächsten Tag muss ich aussetzen.
Fürs Schnorcheln war ich dann wieder fit. Die Schildkröten im Wasser waren das Highlight.
Leider waren die Korallen tot und nur wenige Fische unterwegs. Plastik schwamm im Meer und öfters sah ich Metallfässer auf dem Grund. Die Menschen gehen nicht gut mit der Natur um. Auch auf der Insel sahen wir Müll und Schotter herumliegen.
Was nicht heißen soll, dass es nicht auch Initiativen gibt, die die Umwelt schützen. Nur sichtbar waren sie nicht. 

Wir haben drei Tage auf der Insel verbracht. Fazit: ein bis zwei reichen aus. In 1,5 Stunden ist man um die Insel gelaufen, es gibt Restaurants und ein paar Geschäfte. Schön war die Livemusik, die es am Abend gab. Direkt neben unserem Hotel haben Einheimische Gitarre gespielt und englische Hits gesungen - auch als der Strom ausfiel. 
Wer im Strandsand liegen möchte, ist hier falsch, da es einen Badestrand nahezu nicht gibt. Gechillt wird auf Strandmöbeln, die zu gastronomischen Einrichtungen gehören, was auch Charme hat. 
Jetzt sind wir in Abang im Osten von Bali mitten im Grünen. Unsere Unterkunft hat einen Infinitypool von dem wir über die Bäume schauen. Herrlich. 

Kommentare