Indonesien: Sieben Tage in und um Ubud
Ich hab jetzt Millionen in der Tasche, denn auf Bali handelt man mit zehntausender und hunderttausender Scheinen. Ein Euro sind je nach Kurs gerade zwischen 15300 und 15925 Indonesische Rupiah. Die gebe ich für Essen und Touren aus. Bali schöpft Geld aus dem Tourismus, wo es geht. Sogar für Wasserfälle wird Eintritt genommen.
Indonesien ist das dritte Land auf meiner Weltreise. Der erste Unterschied zu Neuseeland und Australien: Es ist super warm. Schwitzen wird zum Dauerzustand. Aber ich schwitze nicht alleine. Aus der Heimat sind Heike und Anne angereist und wir verbringen die Zeit auf Bali und Gili Air zusammen.
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| Anne, Ich und Heike am Flughafen Denpasar. |
Am Flughafen in Denpasar haben wir uns zum Glück direkt in der Schlange zum Visa on Arrival getroffen. Etwa zwei Stunden haben wir nach Landung mit Visa (32 Euro), Passkontrolle und Zoll verbracht. Seitdem sind sieben Tage vergangen.
Mein Highlight war die Trekkingtour auf den Vulkan Batur zum Sonnenaufgang. 2 Uhr nachts wurden wir dafür vom Fahrer abgeholt, kurz nach vier waren wir am Fuß des Berges und es ging fünf Kilometer auf den Kraterrand. Erst auf einer asphaltierten Straße, später dann über Vulkangestein. Es war eine Massenwanderung und die letzten zwei Kilometer haben wir auch viel Schlange gestanden, wie Ameisen, die hintereinander herlaufen.
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| Aufstieg mit vielen anderen |
Das war natürlich nicht so schön, aber den Sonnenaufgang mit Panoramablick auf die Silhouette der Berge und den Lake Batur war einfach fantastisch. Und bei Licht konnte man dann auch den Krater und die Caldera richtig gut sehen.
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| Blick in den Krater |
An zwei Tagen haben wir uns einen Fahrer genommen und sind zu Tempeln, Wasserfällen, den Reisterrassen und in ein balinesisches Dorf mit Bambuswald gefahren.
Wir haben gesehen wie die filigranen Holzfiguren hergestellt werden, die die Götter und Geister des Hinduismus darstellen, und konnten probieren mit Hammer und Meißel das Holz zu schnitzen.
Die Tempel um Ubud sehen zum Teil sehr verwittert aus, was sie mystisch und geheimnisvoll wirken lässt. Das liegt an den vielen Steinfiguren, die schwarz anlaufen und an denen sich das Moos festgesetzt hat. Nicht nur einmal habe ich an einen Indianer Jones Film gedacht.
Der bekannteste Wasserfall in Ubud ist der Tegenungan. Viel Natur ist hier nicht mehr übrig, denn der Weg zu den herabstürzenden Wassermassen ist mit Restaurants (eines mit Pool), Shops und zahlreichen Aussichtspunkten belegt. Letztere bieten Plattformen mit geflochtenen Rändern für das perfekte Bild.
Abenteuerlicher war da unser Weg zum Tukad Cepung Wasserfall. Der führte uns viele tiefe Treppenstufen runter ins Tal. Dort sind wir im Wasser watend dem Flußlauf zum Wasserfall gefolgt, umgeben von hohen grünen Felswänden. Der Wasserfall war dann in einer Höhle.
Ein Abenteuer war auch das Wasserrafting in einem Schlauchboot. Mitten im Dschungel ging es paddelnd und jauchzend durch den an einigen Stellen reißenden Ayun River.
Entspannter war unser Besuch auf einer Kaffeeplantage, wo wir unter anderem Luwak Kaffee getestet haben. Die Kaffeebohne wird von dem Luwak gefuttert, wieder ausgeschieden und dann geröstet. Kein Scherz. Schmeckt ziemlich lasch und hat nicht viel Koffein.
Nicht nur der Luwak-Kaffee ist typisch balinesisch. In einem Kochkurs haben wir die klassischen Gewürze kennengelernt (Ingwer, Chilli, Muskat, Nelken, Tamarind, Kurkuma) und Nasi Goreng, Erdnusssauce und Satayspieße zubereitet.
Viele Spaziergänge haben wir durch Ubud gemacht und uns dabei durch den dichten Verkehr geschlängelt, der im Zentrum enorm ist. Der Fußgängerweg ist meist sehr schmal oder gar nicht vorhanden. Daher teilen sich Autos, Roller und die Touristen die Straße. Nicht selten geht man durch eine Abgaswolke und fährt das Auto nur Zentimeter am Arm vorbei.
Es gibt viele Stände an denen typische Touristenwaren wie Sarongs, Shorts oder geflochtene Handtaschen verkauft werden. Restaurants und Shops dominieren das Zentrum der Stadt nördlich von Denpasar, in der der Tourismus der treibende Motor ist. Das zeigt sich auch auf den Karten der Restaurants, auf denen wir neben Nasi Goreng und Mi Goreng oftmals auch Pizza, Pasta und Burger finden.
Morgen verlassen wir Ubud und fahren mit dem Auto zum Hafen nach Padangbai, um dort mit dem Schnellbot zur Insel Gili Air zu fahren.







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