Lichtshow, Rock 'n' Roll, Superman: Montreal, Buffalo, Cleveland in acht Tagen

Das ist einzigartig. In Montreal gibt es in der Kirche Notre Dame eine Licht- und Lasershow begleitet von Musik. Die Leinwand ist die Kirche selbst. Säulen, Altar, Figuren - die Lichter wandern mit digitalen Effekten versetzt über die Innenausstattung, Decke und Wände. Plötzlich ist die Decke ein Himmel und der Harry-Potter-Fan in mir denkt natürlich sofort an die große Halle von Hogwarts.

Es ist nicht erlaubt Fotos zu machen oder Videos aufzunehmen. Richtig so. Nicht nur um die Show als Kunstwerk zu schützen, die vielen Handybildschirme hätten auch die Atmosphäre zerstört.

Die Show Aura hab ich zusammen mit Tina aus Kanada und Pamela aus Mexiko besucht, die ich im Hostel kennengelernt habe. Da bin ich am 31. Oktober angekommen und im Keller fand eine Halloweenparty statt. Kostüme konnten wir uns aus einer Kleiderkiste nehmen.

Ein "must do" in Montreal ist der Mont Royal mitten in der Stadt. Wer zum Aussichtspunkt hochsteigt, hat einen schönen Blick auf die Stadt.

Diese präsentiert sich mit Hochhäusern aus Glas und Stahl, Backsteinbauten mit Street Art oder verzierten sowie massiven Altbauten. Letztere sind in der Altstadt zu finden, wo ich eine Stadtführung bei 0 Grad Celsius mitgemacht habe. Brrrr.
Um mich aufzuwärmen bin ich in den Biodome gegangen. Das Gebäude gehört zum Olympiapark. Heute sind dort fünf Landschaftsformen hineingebaut, in dem auch Tiere leben. So hab ich zum ersten Mal Puffins gesehen. 
Von Montreal bin ich mit dem Bus nach Toronto. Da ich die Stadt schon mit Vanessa im September erkundet habe, bin ich nach einer Nacht weiter nach Buffalo. Der Grenzübergang in die USA verlief reibungslos. 

Buffalo hat verschiedenste Archtiktur, ein imposantes Rathaus, ist aber schnell erkundet. Die Straßen sind nicht sehr belebt - die Temperatur mit 8 Grad Celsius vielleicht ein Grund -, aber auch der Autoverkehr erschien mir wenig. Ich hielt mich nicht lange auf und bin nach einem Tag weiter nach Cleveland.
Allerdings mit Verzögerung, denn der Bus um 7:35 Uhr fiel aus. Ich konnte zum Glück auf einen Bus um 14:50 Uhr am selben Tag umbuchen. 

Nasa und Musik in Cleveland 
In Cleveland habe ich einen Marsrobotor gesteuert, eine Sonde auf den Mond gelandet und lag in einer Raumkapsel. Alles möglich im Nasa Glenn Visitor Center. Hier bekommt man einen tollen Einblick in das Leben auf der internationalen Raumstation, erfährt zum Beispiel im Video wie der Toilettengang umgesetzt wird. 
Cleveland Downtown hat derzeit viele Baustellen. Es wird neu gebaut oder saniert. Für Touristen gibt es in der Info eine Karte mit Spaziergängen zu den markantesten Gebäuden. Die brachte mich auch zur Bibliothek, in der man nicht nur im 10. Stock auf die Stadt schauen kann, sondern auch erfährt, das Superman in Cleveland von Jerry Siegel und Joe Shuster erfunden wurde. 
Rock and Roll Hall of Fame
Und wer in Cleveland ist, sollte natürlich in die Rock and Roll Hall auf Fame. Die Jacke von Elvis, die Sonnenbrille von Michael Jackson oder das Kleid von Tina Turner - hier sieht man Musikgeschichte und bekommt sie natürlich auch zu hören und sehen. Konzertmitschnitte, Fernsehshows, Beatles-Film und immer wieder Stationen zum Musik hören. Green Day, Madonna, Elton John - in der Hall auf Fame kann man Stunden verbringen und in die Rockmusik eintauchen.

Und sich selbst ausprobieren. Zum Beispiel im Beatlab den Sound einstellen oder Klavier, Gitarre und Schlagzeug ausprobieren. 
Natürlich darf auch Motown bei der Geschichte von Rock and Roll nicht fehlen. In Detroit war ich im Motown-Museum und so hatte ich in Cleveland eine Wiederbegegnung mit der Musik von The Supremes oder The Temptations.
Es bleibt musikalisch in den nächsten Tagen. Ich fahre nach Nashville und Memphis, wo Elvis Presley und Johnny Cash Musikgeschichte geschrieben haben. Eigentlich wollte ich mit Ove durch die Honky-Tonk-Bars der Städte ziehen, doch leider musste er seinen Urlaub absagen. 

Daher bin ich auch nicht nochmal nach Chicago gefahren, sondern von Cleveland nach Cincinnati, Ohio. Übrigens wieder mit meinen im September auf dem Campingplatz vergessenen Wanderschuhen, die in Montreal wieder zu mir gefunden haben. 

Kommentare

  1. Liebe Anja, Deine Erlebnis-Splitter sind wie ein Lichtstrahl im trüben Novemberalltag. Danke, dass Du uns teilhaben lässt. Herzliche Grüße Corinna

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